foto1
foto1
foto1
foto1
foto1
Die Mitglieder des Vereins Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. unterstützen ehrenamtlich Patienten im Waldkrankenhaus durch Ausrichtung von Aktivitäten für und mit den Patienten. Mit diesen Mitteln tragen wir zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken und suchtmittelabhängigen Menschen bei und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Hier möchten wir mit Anderen in Kontakt treten!

Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V.

Kompetent mit Menschen

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Zunächst zur Laienhilfe Miteinander, die im Jahr 1968 von Gertrud Vey gegründet wurde. Die Zahnarzt-Gattin kannte die schwierige Situation der Patienten im Waldkrankenhaus aus erster Hand und wollte nach Kräften helfen, ihnen ein Stück Normalität in den Klinikalltag zu bringen.

Nach und nach entwickelte sie vier Projekte, in denen sich bis heute rund 30 Frauen und Männer aus Friedrichsdorf und Umgebung engagieren und die helfen, unseren Patienten den Weg nach „Draußen“ offenzuhalten oder neu zu öffnen:

  • Der zweiwöchentlich stattfindende Kaffeenachmittag, der seit 2011 um eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „KulturCafe“ ergänzt wurde
  • Das „Lädchen“, in dem sich Patienten zweimal wöchentlich mit preisgünstiger Second-Hand-Kleidung eindecken können
  • Die Patientenbibliothek als Ort der Muse und der Kommunikation
  • Und last not least die Gottesdienstbegleitung, auf die vor allem gehbehinderte Menschen zurückgreifen.

Wie Sie anhand der Aufzählung sehen können, sind die „stillen Helfer“ seit fast 45 Jahren in unterschiedlicher Weise und vor allem mit einer bewundernswerten Beharrlichkeit am Werk. Damit hat sich die Laienhilfe Miteinander im Sinne von Professor Emil Sioli in besonderem Maße um die Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen und deren Integration verdient gemacht.


 

Beim zweiten Preisträger 2012 handelt es sich um Paul Opp, dessen Verbundenheit mit dem Waldkrankenhaus Köppern ebenfalls auf das Jahr 1968 zurückgeht. Damals herrschte ein akuter Pflegenotstand, so dass sich der einstige Haushandwerker und Kraftfahrer bereits ein Jahr nach seiner Einstellung zu einer Umschulung zum Krankenpfleger meldete. Bereits während der Ausbildung absolvierte er einen so genannten „Filmvorführschein“, der ihn dazu berechtigte, erste Filmabende für die Patienten zu veranstalten – wohlgemerkt nach Dienstschluss und in seiner Freizeit. Nachdem sich später die ersten Disco-Abende dazu gesellten, war das heutige „Sozialzentrum“ geboren, das den Patienten noch heute als Stätte der Begegnung dient - Begegnungen bei Gottesdiensten, Kaffeenachmittagen sowie bei unzähligen kulturellen und geselligen Veranstaltungen, wie auch heute.

Dienstlich ging es für Opp rasch voran. Noch während der Ausbildung wurde er zum stellvertretenden Stationspfleger ernannt, und bald danach übernahm er im Waldkrankenhaus Köppern für jeweils 11 Jahre die Leitung der offenen und der geschlossenen Suchtstation. In diese Zeit fiel auch die Einführung des so genannten Distra-Schemas, das den Patienten über quälende Entzugssymptome hinweghalf und auch heute noch als medikamentöse Standardbehandlung in der Suchtbehandlung anerkannt ist. Darüber hinaus begleitete Opp die Eröffnung einer Station in der Frankfurt Klinik Bamberger Hof, der ersten Außenstelle eines psychiatrischen Krankenhauses des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.


 

Die beiden weiteren Preisträger – Herr Klaus Scheidel und Herr Uwe Streit – sind bereits seit 2009 bzw. 2010 Ehrenmitglieder des Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern.

Zu ihren Verdiensten heißt es auf den Urkunden:

„Herr Scheidel ist Ur-Enkel von Professor Emil Sioli, der 1901 mit der Gründung der „Filiale B der Frankfurter Anstalt für Irre und Epileptische“ eine weitgehend freizügige psychiatrische Einrichtung geschaffen hat. Daraus ist im Jahr 1967 das Waldkrankenhaus Köppern hervorgegangen.

Herr Scheidel hat sich nachhaltig für die Bewahrung des Andenkens an seinen Ur-Großvater eingesetzt und sich damit im Sinne von Professor Emil Sioli in besonderem Maße um die Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen und deren Integration verdient gemacht.“


 

Und zu Herrn Streit:

„Herr Streit ist seit vielen Jahren als Krankenpfleger in Leitungsfunktion im Waldkrankenhaus Köppern beschäftigt und hat sich über seine dienstlichen Verpflichtungen hinaus stets für das Wohl von Patienten und Mitarbeitern eingesetzt. Herr Streit hat sich damit im Sinne von Professor Emil Sioli in besonderem Maße um die Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen und deren Integration verdient gemacht.“

2017 Copyright Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern e.V. - 2015 Rights Reserved